Operation Geiseltalsee

Eine Sache, die ich mir schon lange einmal vorgenommen hatte, ist die Umrundung des Geiseltalsees auf Skirollern. Während der Vorbereitung auf den Vasaloppet habe ich das dann auch endlich mal durchgezogen (mehrmals sogar).

Der Geiseltalsee ist ein ehemaliger Braunkohlentagebau nahe Merseburg. Der Tagebau ist vor etlichen Jahren geflutet worden, ist nun der größte künstliche See Deutschlands und die angrenzenden Kommunen haben gemeinsam einen asphaltierten Weg um den See herum gebaut. Und dieser ist ein fast ideales Areal zum Skirollern. Der Asphalt ist durchweg sehr fein und gut zu laufen.

Der Weg um den See herum ist ca. 25 km lang, verlaufen kann man sich nicht, es geht immer der Nase nach. Ein paar Empfehlungen kann ich trotzdem noch aufschreiben.

  • Einstieg: Ist eigentlich egal, es gibt an mehreren Stellen kostenlose Parkplätze. Ich habe das Auto immer in Frankleben stehen lassen, weil es vom Parkplatz nur ein paar Meter auf den Weg sind (ich laufe ungern mit Skischuhen auf Asphalt herum).
  • Laufrichtung: Ich bin bisher immer entgegen dem Uhrzeigersinn gelaufen. Das hat folgenden Grund: der höchste Punkt ist die Halde Klobikau (bei Kilometer 7.5 von meinem Startpunkt ausgerechnet). Wenn man gegen den Uhrzeigersinn läuft geht es gemäßigt aber stetig bergauf. Vom höchsten Punkt aus gibt es dann eini steile Abfahrt mit einer 180°Kurve auf der Hälfte. Diese Abfahrt traue ich mich nicht herunter, sie ist aber kurz genug, um sie hinunter laufen zu können. Anders herum hat man entsprechend eine sehr lange Abfahrt, was mir nicht weniger gefährlich erscheint. Dort müßte man also viel länger nach unten laufen, wenn man sich nicht traut (so wie ich).
  • Hindernisse: Gibt es, es hält sich aber in Grenzen. Da ist zunächst die bereits erwähnte Abfahrt bei Kilometer 7.5. Die muß man je nach Fähigkeiten hinunterlaufen. Dann muß man bei Kilometer 12 ein paar hundert Meter Straße fahren. Das ist aber unkritisch, da das nur der Zubringer für einen Parkplatz ist, der Verkehr hält sich also in Grenzen. Weiterhin gibt es bei Kilomter 13 noch eine kurze Abfahrt an deren Ende sich eine enge Rechtskurve befindet. Dort auch lieber die Roller abschnallen, da man nicht sehen kann, ob einem Fußgänger oder Radfahrer entgegenkommen. Darüberhinaus gibt es noch vier Brücken mit Holzbohlen, zwischen denen sich zwei Zentimeter breite Spalte befinden. Das fährt sich schlecht und holprig, außerdem paßt der Skistock wunderbar in einen Spalt hinein. Auf diese Weise habe ich bereits einen Verlust erlitten: ich bin hängengeblieben und der Stock aus Carbon-Komposit-Material ist einfach gebrochen. Die vier Brücken sind alle auf der Karte unten markiert.

Trotz der paar Hindernisse ist eine Umrundung auf jeden Fall empfehlenswert. Wer also gerade in der Gegend ist und seine Roller dabei hat, sollte dem Geiseltalsee einen Besuch abstatten. Als Kartenfanatiker habe ich selbstredend die GPS-Aufzeichung hier noch zum Herunterladen bereit gestellt.

volle Distanz: 25.38 km
Maximale Höhe: 203 m
Minimale Höhe: 62 m
Gesamtanstieg: 900 m
Gesamtabstieg: -896 m
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