DSV-Langlaufserie in neuem Gewand

In dieser Saison präsentiert sich die DSV-Siklanglaufserie in neuem Gewand. Eigentlich ist es kein neues Gewand, sondern eine Neuauflage in Form des DSV-Langlaufcups. Leider ist die Neuauflage in meinen Augen alles andere als gelungen, daher hier ein paar kritische Anmerkungen dazu.

  • Teilnahmeberechtigung: während man früher einfach an Rennen teilgenommen hat und mit Name und Verein in der Gesamtliste erschien, muß man nun einen DSV-Code für 15,00 € erwerben. Diesen bekommt man aber auch nur, wenn man in einem DSV-Verein Mitglied ist. Alle privaten Läufer, die in keinem Verein sind, der zum DSV gehört, müssen nochmal 28,30 € für ihre Mitgliedschaft im FdS (DSV aktiv-Club der Freunde des Skisports) zahlen. Macht zusammen für viele Läufer also 43,30 € – für das Auflisten ihres Namens in einer Excel-Tabelle. Für meinen Geschmack ziemlich schlechtes Preis-/Leistungsverhältnis.
  • Punktewertung: im Gegensatz zu den Rennen der vergangenen Jahre, wo jeder Teilnehmer je nach Plazierung Punkte bekam (beginnend bei 300 Punkten für den Sieger), bekommt man nun für einen Sieg 0 Punkte plus einen Penalty (Rennzuschlag). Dieser wird für jedes Rennen separat ausgerechnet. Wie genau der Rennzuschlag errechnet wird, darüber schweigt sich das Reglement leider aus – maximale Intransparenz also.
  • Punktevergabe: Punkte bekommt man nur, wenn drei mit einem DSV-Code registrierte Läufer unter den ersten fünf Plätzen sind. Das ist in meinen Augen unfair, denn so ist es möglich, daß man ein Rennen mit einer halben Stunde Vorsprung gewinnt, dafür aber trotzdem keine Punkte bekommt, weil von den vier Läufern dahinter nur zwei einen DSV-Code haben, was je nach Willigkeit der Läufer sich zu registrieren gar nicht so unwahrscheinlich ist.

Unter dem Strich ist die neue Wertung ein klarer Rückschritt – außer zusätzlichen Einnahmen für den DSV bietet sie für Läufer keinerlei Vorteile. Ich bin wirklich gespannt auf die Ergebnisliste am Ende der Saison, ich könnte mir gut vorstellen, daß dort nur ein paar wenige drinstehen werden, obwohl die Gesamtanzahl der Starter im vierstelligen Bereich lag …

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