Gemütlich durch den Wald: Bedrichovska 2013

Wenn auch etwas verspätet will ich aber noch meinen Bericht zum Saisonauftakt loswerden. Selbiger fand letzten Freitag im Isergebirge statt. Ich hatte mich für den Bedichovska 30 entschieden, also 30 km in freier Technik.

Während im Osterzgebirge die Bedingungen zu schlecht zum Skilaufen waren (der Miriquidi 2013 mußte leider ausfallen) sah es im Isergebirge viel besser aus. Genug Schnee, -4°, frische Neuschneedecke, alles in allem also sehr weiche Bedingungen. Auch während des ganzen Tages hat es dann in Bedrichov weiter geschneit. Da ich mich recht spät entschieden und angemeldet hatte, bin ich im letzten Startblock gelandet – was sich als gravierender Nachteil herausstellen sollte.

Bedrichovska 30

Die Strecke selbst ist mittelschwer, es geht die ersten 12 Kilometer bergauf, dann eine Weile auf dem Hochplateau des Isergebirges dahin, bevor man tendenziell wieder nach unten Richtung Start/Zielbereich fährt. Leider ist die Strecke über die gesamte Distanz nur circa 3 m breit. Im  Prinzip braucht man diesen Platz beim Skating allein für sich, zwei Läufer passen auf keinen Fall nebeneinander. Aus diesem Grund bummelt man dann recht gemütlich durch den Wald, denn an Überholen ist nicht zu denken. Während des Laufes habe ich zwei Möglichkeiten gefunden, an Mitläufern vorbeizukommen. Variante A: man versucht, mit kleinen schnellen Schritten links vorbei auf gleiche Höhe zu kommen (wobei man aufpassen muß, nicht im Tiefschnee an der Seite hängen zu bleiben). Wenn man auf gleicher Höhe ist, macht man einen großen Schritt nach rechts und drängt den Gegner rigoros ab. Alternativ Variante B: man läuft eng auf und tritt dem Gegner so oft auf die Stöcke, daß er irgendwann von allein aufgibt, stehenbleibt und einen vorbei läßt. Ich brauche nicht zu betonen, daß man sich mit beiden Varianten keine Freunde macht …

Alles in allem bleibt nach meinem zweiten Besuch im Isergebirge ein Fazit: gemessen an den landschaftlichen Gegebenheiten sind zu viele Läufer unterwegs. Dadurch macht das Laufen keinen besonderen Spaß. Beim langen Klassikrennen mag das vielleicht nicht ganz so sehr ins Gewicht fallen (obwohl 2-3 Loipen für 4.500 Starter auch nicht besonders viel sind), in der freien Technik ist’s für den durchschnittlichen Läufer, der nicht ganz vorn startet, einfach nur nervig. Den Bedrichovska 30 kann man sich aus diesem Grund getrost sparen …

Miriquidi 2013 findet nicht statt

Tja, eigentlich hatte ich ja eine Mannschaft zusammen, um am diesjährigen Miriquidi (einem 24-Stunden-Lauf) teilzunehmen. Aufgrund Schneemangels muß der Lauf allerdings ausfallen. Hier der Wortlaut der Mail, die ich bekommen habe:

Liebe Miriquidi-Starter,

der traurige Moment der Wahrheit ist gekommen. Leider ist der angekündigte Schnee nicht gefallen. Momentan ist die Strecke wegen Schneemangels nur ohne Spur und nur zur Hälfte befahrbar. Wir bräuchten mindestens 15 cm Neuschnee, um eine halbwegs akzeptable Loipe herrichten zu können. Die Vorhersagen für Neuschnee bis Samstag liegen bei allen Wetterdiensten aber nur bei maximal 5 cm. Somit kann der “5. Miriquidi” an 19.Januar leider nicht gestartet werden.

Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, wir haben sie bis zum letzten möglichen Termin rausgeschoben, aber wir sehen keine andere Möglichkeit. Ersatzstrecken und Kunstschnee stehen uns nicht zur Verfügung und die Menge an Schnee neben der Strecke ist zu gering, um das nette Angebot einiger Skifreunde zum Schaufeln und Strecke präparieren annehmen zu können.

Wir wollen den Lauf aber nicht, wie sonst eigentlich vorgesehen, erst 2015 wieder starten sondern im Januar 2014. Wir werden uns diesbezüglich Ende der Woche melden und einen Vorschlag bezüglich der geleisteten Startgelder machen.

Vielen Dank für Euer Verständnis.

Ski Heil

Das Org.team

Schade! Also nächstes Jahr ein neuer Versuch …

Testlauf mit Nanogrip

Während meiner Trainingswoche in Oberwiesenthal Ende letzten Jahres hatte ich endlich einmal Gelegenheit den Peltonen Nanogrip zu testen. Bisher hatte ich ja nur drüber gelesen bzw. ihn mal im Laden in der Hand gehabt.

Nanogrip BelagDer Nanogrip ist ein Klassikski und hat im Steigbereich einen aufgerauhten Belag. Ist ein bißchen schwierig zu beschreiben, der beste Vergleich ist normaler Belag den man kräftig mit grobem Sandpapier bearbeitet hat. Er fühlt sich uneben, aber nicht rauh und scharfkantig an. Peltonen verspricht einen vollkommen pflegelosen Ski, den man nicht mehr bearbeiten muß.

Den Ski gibt es in Oberwiesenthal beim Sport Gahler im Verleih (am Skistadion), allerdings das Modell 2011/2012 (in rot/blau). Das ist insofern wichtig, da bei diesem Modell wirklich nur die Steigzone aufgerauht ist, während beim aktuellen Modell (rot/weiß) der Belag von der Spitze bis zum Ende der Steigzone so präpariert ist. Bei den Einsteigermodellen ist gar der ganze Belag von vorn bis hinten aufgerauht.

Ich bin am Testtag mit meinen Fischer RCR Crown durch den Wald zur Verleihstation am Skistadion gelaufen, habe dann die Ski gewechselt, bin über den Ringweg auf den Fichtelberg rauf und über die Wellenschaukel wieder runter zurück zum Stadion gefahren. Danach ging es auf dem Börnerweg nach Tellerhäuser und wieder zurück zum Verleih (wer die Gegend kennt, weiß nun über das Streckenprofil Bescheid). Die Temperaturen lagen am Stadion bei -4°, auf dem Fichtelberg geschätzt 2-3° weniger, in Tellerhäuser aufgrund der Höhe wiederum geschätzt 2° mehr, also alles in allem zwischen -2° und -6°. Der Schnee war pulverig, mit geringer Feuchte, in Tellerhäuser eher Pappschnee, auf dem Fichtelberg recht fest.

Mein Eindruck vom Ski war durchschnittlich. Er gleitet recht gut, subjektiv etwas besser als der RCR Crown (ich habe zwar einen Gleittest gemacht, leider sind die Daten dazu verloren gegangen, da der Akku der Stopuhr am Ende war). Der Stieg schwankte zwischen zwei Extremen: funktioniert gut bis gar nicht. Die Strecke vom Stadion rauf zum Fichtelberg war eine einzige Quälerei, da der Ski überhaupt nicht steigen wollte. Der Rückweg von Tellerhäuser über den Börnerweg ging hingegen überraschend gut und flüssig, wobei der Schnee dort in jedem Fall feuchter war.

Als persönliches Fazit kann ich nach einem Testtag folgendes festhalten: solange die Temperaturen nicht wesentlich unter 0° Grad liegen, funktioniert der Ski ganz gut. Sobald die Temperaturen jedoch weiter absinken und die Anstiege steiler werden, ist die Steigfähigkeit des Nanogrip-Belages sehr schnell ausgereizt und das Laufen wird sehr mühselig. Leider hilft auch verstärkter Beineinsatz beim Stieg nicht weiter. Vermutlich ist das der Grund, warum beim aktuellen Modell der Belag zusätzlich in der vorderen Gleitzone aufgerauht wurde. Bleibt am Ende die Frage, für wen der Ski in Frage kommt? Als Einzelski für den Hobbyläufer ist er ganz klar zu teuer und selbiger wird damit sicher auch nicht glücklich, da der Einsatzbereich recht beschränkt scheint. Bleibt also der Einsatz als Zweitski für den Amateurrennläufer für 0°-Verhältnisse. In diesem Bereich gibt es mehrere Alternativen, so daß der Kauf gut überlegt sein will. Idealerweise kann man unterschiedliche Ski vor dem Kauf testen, was leider selten möglich ist. Eine Empfehlung zum unbesehenen Kauf kann ich jedenfalls nicht aussprechen.

Trainingswoche in Oberwiesenthal

Der verdiente Weihnachtsurlaub hat dieses Jahr schon ein wenig früher begonnen, nämlich diese Woche Montag. Mittlerweile hat im Erzgebirge der Winter Einzug gehalten. Also habe ich die freie Zeit genutzt und mich zum Skilaufen nach Oberwiesenthal verkrümelt.

Die Schneeverhältnisse waren diese Woche sehr gut, nur die Sicht ließ etwas zu wünschen übrig. Die Temperaturen lagen durchweg etwas unter Null Grad, es gab die ganze Zeit Pulverschnee, der sehr angenehm zu laufen war. Die Tage waren immer recht ähnlich: Frühstück, laufen, Mittagspause, laufen, Abendessen. Hochgradig simpel also. Das Tagespensum betrug immer zwischen 15 und 25 km, immerhin ist es ja erst der Anfang des Winters. Und das erste Rennen ist noch ein wenig hin …

 

Links zur Schneesituation

Der Winter hat begonnen und da der engagierte Langläufer natürlich über die aktuelle Schneesituation informiert sein sollte, hier ein paar Links zum Osterzgebirge:

Falls ich neue Links finden sollte, werde ich diesen Artikel aktualisieren.

Borsberglauf 2012 oder: Der Angriff der Killerinsekten [Aktualisiert]

Eigentlich bin ich ja nicht so der Läufer, aber ab und zu muß das auch mal sein. Heute stand daher der Borsberglauf auf dem Programm. Angesichts der Streckenlänge von 17,5 km und eines Höhenunterschiedes von 500 m hatte ich gehörigen Respekt vor der Strecke. Immerhin gab es traumhaftes Wetter – Sonne und blauer Himmel.

Wie sich schnell zeigen sollte, war der Respekt nicht unbegründet. Im Prinzip geht es ab Start kräftig bergauf – bis km 3,5. Dann wird es nicht steil, sondern richtig steil. Alle LäuferInnen um mich herum mußten bereits gehen und ich war keine Ausnahme. Leider bekommt man den Puls beim Bergaufgehen auch nicht nennenswert nach unten. Oben bei km 4,5 wartete die erste Verpflegungsstelle. Danach geht es ein Stück bergab und dann weiter recht wellig durch den Wald. Bei km 8 sagte neben mir jemand, daß wir nun “im Prinzip oben” wären. Leider falsch, denn auch nach der zweiten Verpflegungsstelle bei km 9 geht es noch weitere 3 Kilometer bergauf, der höchste Punkt der Strecke ist erst knapp vor Kilometer 12 erreicht. An Tempo war da bei mir schon lange nicht mehr zu denken.

Der HornissenbaumDas “besondere” Erlebnis wartete dann etwa einen halben Kilometer später: beim Passieren eines Maisfeldes hatten die ersten Läufer einen Hornissenschwarm aufgescheucht. Die eigentlich friedlichen Tierchen fühlten sich dadurch gestört und gingen zum Angriff über. Zu diesem Zeitpunkt war das Feld schon weit auseinandergezogen, so daß aller 10 – 20 Sekunden wieder jemand vorbeikommt – der Schwarm kommt also nicht zur Ruhe. Leider war ich ebenfalls einer der Leidtragenden: fünf Stiche in Kopf, Oberarm, und Rücken waren das Resultat. 200 m weiter war ein Krankenwagen postiert, der die Läufer mit Eisspray notversorgt hatte. Leider half das nicht wirklich, auch mehrere Becher Wasser auf den Kopf beim nächsten Versorgungsstand bleiben wirkungslos. Trotzdem konnte ich das Rennen beenden. Im Ziel mußten ca. 100 Läufer ärztlich versorgt werden und ich bin um eine Erfahrung reicher, nämlich, daß Hornissenstiche richtig schmerzhaft sind. Den Hornissen selbst kann man jedoch keinen Vorwurf machen, ich wär sicherlich auch ziemlich sauer, wenn hundert Elefanten durch meinen Vorgarten trampeln würden. [Update:] Links oben ist übrigens ein Bild des bewußten Baums, vielen Dank an p4twu für das Bild!

Alles in allem ist der Borsberglauf jedoch ein schöner Landschafts- und Crosslauf, die Strecke ist jedoch wirklich nicht von schlechten Eltern. Am Ende mußte ich mir eingestehen, daß die Anstiege einfach zu schwer für mich waren.

Distanz: 17.53 km
Maximale Höhe: 349 m
Minimale Höhe: 120 m
Gesamtanstieg: 744 m
Gesamtabstieg: -744 m
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Erster Rollskiwettkampf am Geiseltalsee

Erst vor ein paar Tagen hatte ich über meine eigene Operation Geiseltalsee geschrieben. Und was lese ich heute? Es gibt tatsächlich einen allerersten Rollskiwettkampf dort! Der TSV Leuna richtet am 1. September 2012 den 1. Berganstiegslauf Geiseltalsee an. Mehr Informationen finden sich hier. Der Markkleeberger See bei Leipzig hat sich ja schon als Austragungsort des Rollskiweltcups etabliert, zieht nun der Geiseltalsee nach? Ich bin gespannt …

Operation Geiseltalsee

Eine Sache, die ich mir schon lange einmal vorgenommen hatte, ist die Umrundung des Geiseltalsees auf Skirollern. Während der Vorbereitung auf den Vasaloppet habe ich das dann auch endlich mal durchgezogen (mehrmals sogar).

Der Geiseltalsee ist ein ehemaliger Braunkohlentagebau nahe Merseburg. Der Tagebau ist vor etlichen Jahren geflutet worden, ist nun der größte künstliche See Deutschlands und die angrenzenden Kommunen haben gemeinsam einen asphaltierten Weg um den See herum gebaut. Und dieser ist ein fast ideales Areal zum Skirollern. Der Asphalt ist durchweg sehr fein und gut zu laufen.

Der Weg um den See herum ist ca. 25 km lang, verlaufen kann man sich nicht, es geht immer der Nase nach. Ein paar Empfehlungen kann ich trotzdem noch aufschreiben.

  • Einstieg: Ist eigentlich egal, es gibt an mehreren Stellen kostenlose Parkplätze. Ich habe das Auto immer in Frankleben stehen lassen, weil es vom Parkplatz nur ein paar Meter auf den Weg sind (ich laufe ungern mit Skischuhen auf Asphalt herum).
  • Laufrichtung: Ich bin bisher immer entgegen dem Uhrzeigersinn gelaufen. Das hat folgenden Grund: der höchste Punkt ist die Halde Klobikau (bei Kilometer 7.5 von meinem Startpunkt ausgerechnet). Wenn man gegen den Uhrzeigersinn läuft geht es gemäßigt aber stetig bergauf. Vom höchsten Punkt aus gibt es dann eini steile Abfahrt mit einer 180°Kurve auf der Hälfte. Diese Abfahrt traue ich mich nicht herunter, sie ist aber kurz genug, um sie hinunter laufen zu können. Anders herum hat man entsprechend eine sehr lange Abfahrt, was mir nicht weniger gefährlich erscheint. Dort müßte man also viel länger nach unten laufen, wenn man sich nicht traut (so wie ich).
  • Hindernisse: Gibt es, es hält sich aber in Grenzen. Da ist zunächst die bereits erwähnte Abfahrt bei Kilometer 7.5. Die muß man je nach Fähigkeiten hinunterlaufen. Dann muß man bei Kilometer 12 ein paar hundert Meter Straße fahren. Das ist aber unkritisch, da das nur der Zubringer für einen Parkplatz ist, der Verkehr hält sich also in Grenzen. Weiterhin gibt es bei Kilomter 13 noch eine kurze Abfahrt an deren Ende sich eine enge Rechtskurve befindet. Dort auch lieber die Roller abschnallen, da man nicht sehen kann, ob einem Fußgänger oder Radfahrer entgegenkommen. Darüberhinaus gibt es noch vier Brücken mit Holzbohlen, zwischen denen sich zwei Zentimeter breite Spalte befinden. Das fährt sich schlecht und holprig, außerdem paßt der Skistock wunderbar in einen Spalt hinein. Auf diese Weise habe ich bereits einen Verlust erlitten: ich bin hängengeblieben und der Stock aus Carbon-Komposit-Material ist einfach gebrochen. Die vier Brücken sind alle auf der Karte unten markiert.

Trotz der paar Hindernisse ist eine Umrundung auf jeden Fall empfehlenswert. Wer also gerade in der Gegend ist und seine Roller dabei hat, sollte dem Geiseltalsee einen Besuch abstatten. Als Kartenfanatiker habe ich selbstredend die GPS-Aufzeichung hier noch zum Herunterladen bereit gestellt.

Distanz: 25.38 km
Maximale Höhe: 203 m
Minimale Höhe: 62 m
Gesamtanstieg: 900 m
Gesamtabstieg: -896 m
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GPS-Tracks zum Download

Es ist nur eine Kleinigkeit am Rande. Da es für WordPress ein schönes Plugin zur Visualisierung von GPS-Daten gibt, kann man sich nun die Strecken aller Rennen vom letzten Winter auf einer Karte angucken (sogar im Vollbildmodus). Zusätzlich gibt’s auch noch das Höhenprofil. Alle GPS-Tracks können heruntergeladen werden, unter dem Höhenprofil befindet sich ein Link. Alle Artikel mit GPS-Daten sind mit einer gleichnamigen Kategorie gekennzeichnet: http://vasa.evolvica.com/?cat=49.

Skitest in Oberhof

Letztes Wochenende habe ich die Gelegenheit zum Skitest ergriffen. XC-Ski.de veranstaltete dazu zwei Publikumstesttage, an denen man Ski der kommenden Saison auf Herz und Nieren testen konnte. Der Test fand in Oberhof in der Skihalle statt.

Beim Test habe ich mich primär auf Skating-Ski konzentriert (der Aufwand für die Klassiker mit Wachs & co. wäre wohl etwas zu aufwendig geworden). Hier eine kurze Zusammenfassung und ein kleines Fazit. Anzumerken wäre, daß die folgenden Einschätzungen vollkommen subjektiv sind. Ich habe mich nur von meinem Gefühl leiten lassen, es gab also keine technische Unterstützung zum Ausmessen der Gleitfähigkeit o.ä.

  • Atomic WC Skate: Der Ski hat stark nach unten gebogene Skienden, der Eindruck war OK, weder übermäßig positiv noch negativ.
  • Ski Trab Skating Race Aero: Sehr bequem zu laufen, sehr spurstabil, hinterließ alles in allem einen sehr guten Eindruck. Die Besonderheit des Skis: er besitzt eine Karbonplatte unter dem Belag, die bis zur Seite rausgezogen ist, so daß eine mehr oder weniger scharfe Kante entsteht. Damit hat man bei härteren Bedingungen einen besseren Abdruck auf der Kante.
  • OneWay Premio 10 Skate: Eindruck: weder Fisch noch Fleisch. Ist vergleichbar mit dem Atomic WC Skate. Die Skienden sind auch hier weit nach unten gezogen, aber nicht ganz so weit wie beim Atomic. Der vordere Teil schwingt etwas und es ist schwierig den Ski sauber aufzusetzen.
  • Salomon Equipe 10 Skate: Auch hier sind die Skienden ebenfalls weit runtergezogen, er läuft sich aber gut. Der Ski läuft etwas ruhiger als die OneWay/Atomic-Modelle, alles in allem ist der Ski angenehm zu laufen.
  • Fischer Carbonlight Hole Skating: Subjektiv der mit Abstand der schlechteste Ski. Der Ski schwimmt sehr, ist schwierig zu laufen, besitzt eine schlechte Laufruhe, die sich sogar in der Abfahrt bemerkbar macht. Alles in allem hinterläßt er ein schwammiges Laufgefühl.
  • Madhus Megasonic Skate: Auch hier sind die Skienden weit nach unten gebogen. Er läuft sich besser als der Fischer Carbonlight, trotzdem hatte ich ein recht schwammiges Laufgefühl. Eine echte Begeisterung für den Ski kam nicht auf.
  • Madhus Terrasonic Skate: Im Vergleich mit dem Megasonic wesentlich ruhiger,  gutes Laufgefühl. Mein Eindruck: prima!
  • Peltonen Supra X Nanocarbon: Der Ski äuft sich sehr gut, besser als die meisten anderen und ist auf einer Höhe mit dem Salomon. Die Skienden sind nach unten gebogen, aber nicht so sehr wie bei den anderen, das scheint ein guter Kompromiß in der Mitte zu sein. Fazit: läuft sich wirklich gut!
  • Atomic Skintec: Am Schluß dann doch noch ein Klassiker. Der Skintec ist neu und besitzt eine Felleinlage. Der Eindruck ist allerdings mäßig und nicht überzeugend, der Ski war zu spitz, obwohl die Härte nicht ganz gestimmt hat (eigentlich zu weich für mich, es war aber kein härteres Modell vorhanden). Prinzipiell funktioniert das Fell, man bekommt zwei verschiedene für unterschiedliche Bedingungen dazu. Diese werden magnetisch am Ski festgemacht. Der Ski ist trotzdem durchaus Alternative als “Tagesski” anzusehen, auch wenn keine große Begeisterung bei mir auf kam.

Am Ende war ich überrascht, wieviel Unterschied man erfühlen kann, wenn man viele verschiedene Ski nacheinander läuft! Mein persönliches Fazit ist folgendes: mein klarer Favorit wäre Ski Trab Race Aero, danach kommt der Salomon Equip 10 und der Peltonen Supra X. Wohlgemerkt, das ist mein subjektiver Eindruck aus Sicht eines Breitensportlers. Leistungssportler werden hier ganz sicher eine andere Meinung haben.

Als Nebenbemerkung, weil ich über die Skienden geschrieben habe: je weiter die Skienden vorn nach unten gebogen sind, desto schwieriger wird es bei Neuschneebedingungen, man sammelt dann zu viel Schnee auf. Die Ski sind auf perfekt gewalzte Loipen ausgelegt, die aber nicht unbedingt immer vorhanden sind (zumindest, wenn man nicht gerade im Weltcup mitläuft). Das sollte man beim Kauf in jedem Fall beachten.